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Interview mit Hut-Queen Cloudy: Warum Hüte wie Hosen sind

Vor geraumer Zeit durfte ich mich mit Cloudy Zakrocki unterhalten, eine meiner liebsten Instagram-Girls und Styling-Inspirationen. Kurz vor der Fashion Week in Berlin sprach ich mit ihr über ihren Style und vor allem: über ihre Hüte! Die most mindblowing Erkenntnis nach unserem Interview: Hüte sind wie Hosen …


Wer Cloudy kennt (ehemals LesMads & Interview.de!), weiß, dass sie eigentlich immer irgendwas auf dem Kopf hat. Ob flauschige Fellmützen, verrückte Zylinder oder im Strandurlaub auch mal die Baseball-Cap – Cloudy ist definitiv ein Hutmensch. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass die immer gut gelaunte Wahl-Berlinerin zur Kopfbedeckung greift, um ihrem Outfit buchstäblich die Krone aufzusetzen. Klar, dass ich mit ihr unbedingt über Hüte sprechen wollte.
artikelbild cloudy interview hatquarter
Du trägst fast immer Outfits mit Hüten. Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wo kommt der Hut-Faible her?

Ich glaube, diese ganze Hut-Geschichte habe ich von meinen Eltern. Meine Mutter liebt Hüte und hat noch ein paar außergewöhnliche Exemplare zu Hause in Hutschachteln auf dem Dachboden liegen. Ich verbinde Hüte immer so ein bisschen mit meiner Jugend, Kommunion, Konfirmation – zu wichtigen Anlässen hat meine Mutter immer Hut getragen, auch mal welche mit Netzteil vorne dran und diese kleinen Minihütchen. Und mein Vater hat immer einen klassischen Herrenhut getragen. Klar, dass ich selbst auch schon immer gerne Kopfbedeckung getragen hab. Deswegen gehört das auch zu mir mittlerweile. Die Leute sehen mich selten ohne Hut wenn ich aus dem Haus gehe, ehrlich gesagt. Dazu dann Flauschjacken, ganz viel Leder (ich habe super viele Lederjacken zu Hause!), Bandshirts, Skinny Jeans, Boots – diese ganze Rocker-Nummer find ich ganz geil.

cloud interview hatquarter artikelbildWas bedeuten Hüte für dich und was machen sie mit einem Outfit?

Die gehören irgendwie zu mir. Vielleicht kennst du das, wenn man ausgeht mit Hut dann, je feuchtfröhlicher der Abend, desto lieber kommen die Leute auf einen zu, die einem den Hut vom Kopf nehmen wollen. Das kann ich immer nicht so ganz verstehen, weil ich mir immer denke: Man zieht ja dem anderen Menschen auch den Schuh nicht aus. Also, ein Hut gehört ja zum Outfit dazu – es ist ja nicht so als würde man sonst jemandem den Gürtel oder die Hose wegziehen oder den Schuh ausziehen.

Wie erklärst du dir das Phänomen?

Man merkt schon, dass es den Leuten immer noch nicht so ganz koscher ist. Jetzt geht der Trend natürlich wieder dorthin, aber trotzdem, so bis vor einem, anderthalb Jahren war es noch etwas Außergewöhnliches, Hut zu tragen, was ich gar nicht so verstehen kann.

Du hast eben so einen schönen, einleuchtenden Vergleich gezogen …

Hüte sind ein Fremdkörper und deswegen sind die Leute auch so geneigt, einem den Hut wegzunehmen oder zu sagen: „Lass mich doch mal probieren“. Als gehörten Hüte nicht richtig dazu. Ich glaube aber auch, dass wenn jemand Hut hat, zeigt das automatisch, dass er sich Gedanken um sein Outfit gemacht hat – auch wenn er eigentlich nur Jeans und Tshirt trägt. Man geht halt diese „Extra Mile“ wie man im Englischen sagt, man macht diesen kleinen Extraschritt den andere Menschen eben nicht gehen.

Liebe Cloudy, danke für das supernette Gespräch, ich kann nur sagen: major girl crush! Und die Feldstudie zum Thema Hüte holen wir definitiv nach 😉
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Credits: cloudy_z
Edited by: lielah

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